Unsere Philosophie und Ziele

Lokale Ressourcen

Unser Obstbaugebiet in Schefflenz ist Teil einer größeren Plantage, die 1958 angelegt wurde. Gelegentlich verwenden wir Obst von bestimmten alten Bäumen, deren Pflege wir innerhalb der Gemeinde übernommen haben. Daher ist der Kohlenstoff-Fußabdruck unseres Apfelweins so gering wie möglich.

Ehrlicher, natürlicher Cider

Unsere Ciders sind zu 100% vergorener Saft (kein Konzentrat), manchmal mit einem experimentellen Aspekt. Wir spielen mit Hefesorten, Fassreifung, Flaschenkonditionierung und Mischgärungen mit anderen Früchten. Das Ziel ist immer, etwas Leckeres und Natürliches zu produzieren.

Nachhaltigkeit

Wir versuchen, den Abfall zu reduzieren, so dass jeder Teil des Apfels verwendet wird. Zum Beispiel werden die nach dem Pressen anfallenden Apfel- und Tresterabfälle entweder an Jäger zur Fütterung von Wildschweinen und Rehen oder an lokale Landwirte als Ergänzungsfuttermittel abgegeben.

Umweltfreundlich

Wir spritzen unsere Bäume nicht, und wir versuchen, die Artenvielfalt im Obstbau zu fördern, indem wir Blumenwiesen und gemischte Hecken pflanzen, um Insekten und Wildtiere anzulocken und ihnen ein Heim zu bieten. Darüber hinaus beginnen wir mit umfangreicheren Pflanzaktivitäten und der Vermehrung seltener oder gefährdeter Apfel- und Birnensorten.

Erhaltung unserer Kulturlandschaft

Baden-Württemberg ist bekannt für seine Obstbaumkultur, insbesondere die Streuobstwiesen, und Schefflenz bildet da keine Ausnahme. Bei einem Spaziergang durch die Gemeinde sieht man überall große alte Birnbäume in der Landschaft, die Obstbaumreihen an den Straßen und die verstreuten kleinen Obstgärten. Aber das sind blasse Überbleibsel der einstigen Pracht unserer Landschaft.

Unser eigener Obstgarten wurde in den 1950er Jahren gepflanzt, und Teile davon haben wir ursprünglich nur gekauft, um sicherzustellen, dass die Bäume erhalten bleiben. Da wir nun so viele Äpfel hatten, war der nächste Schritt natürlich, den Cider zu verkaufen, den wir ohnehin produzierten!

Aber wir versuchen auch, mehr zu tun. Neben der Pflege der Bäume, die wir haben, versuchen wir, mehr Vielfalt auf dem Land, das wir besitzen zu schaffen, indem wir Blumenwiesen säen und neue Apfelbäume und andere Baum- und Straucharten pflanzen, die die lokale Ökologie bereichern.

Gleichzeitig haben wir ein besonderes Interesse daran, alte Apfel- und Birnensorten zu erhalten, und werden in den nächsten Jahren versuchen, gefährdete Sorten zu vermehren, um unseren Teil dazu beizutragen, dass sie nicht verschwinden. Wir ermutigen jeden, der sich für lokale Produkte interessiert, eigene Bäume zu pflanzen, oder, wenn das nicht möglich ist, sich in der Obstbaumbörse zu engagieren und die Pflege von vernachlässigten, bestehenden Bäumen zu übernehmen. Jedes kleine bisschen zählt.

Schefflenzer Obstbaumbörse​

Wir haben die Schefflenzer Obstbaumbörse gegründet und verwalten sie, um unsere Bürger zu ermutigen, bestehende Obstbäume zu erhalten und zu nutzen und mehr zu pflanzen. Wenn Sie Bäume oder Obstgärten haben, die ungenutzt und vernachlässigt sind, können Sie diese anderen zur Pacht oder zum Verkauf anbieten, die vielleicht daran interessiert sind, sie zu pflegen. Wenn Sie die Pflege von Bäumen übernehmen und die Früchte für Ihre eigenen Zwecke verwenden möchten, ist dies ebenfalls der richtige Ort für Sie.

Unterstützung des Pomologen-Vereins

Der Pomologen-Verein ist eine Gruppe von Experten und Enthusiasten, die neben vielen anderen verwandten Themen für die Kampagne zur Erhaltung historischer Obstsorten verantwortlich ist. Sie finden, identifizieren, konservieren und vermehren historische Obstsorten, pflanzen Obstgärten zur Arterhaltung, halten Vorträge über die Identifizierung von Obstsorten und die Pflege von Obstbäumen und organisieren Obstausstellungen. Die Mitglieder erhalten ein Jahrbuch, und das ganze Jahr über werden zahlreiche lokale und nationale Veranstaltungen organisiert.

Sie bieten aber auch einen Service zu vielen praktischen Dingen an, wie z.B. Beratung bei Neuanpflanzungen, Sortenempfehlungen für verschiedene Regionen, insbesondere für private Gärten, Obstgärten und zur Selbstversorgung. Am wichtigsten ist, dass sie auch die Datenbank des Netzwerks zur Erhaltung von Obstsorten unter www.obstsortenerhalt.de pflegen und entwickeln.

Mitglieder, aber auch Nichtmitglieder, werden ermutigt, alte Obstgärten wiederzuverwenden und zu pflegen, neue Obstgärten anzulegen und Obstbaumpatenschaften zu übernehmen. Ganz zu schweigen von der Freude über die Wiederentdeckung des Geschmacksspektrums von historischen Obstsorten. Es liegt uns am Herzen, die Öffentlichkeit zu ermutigen, Produkte aus lokalen Obstgärten zu kaufen, z.B. Apfelsaft oder Apfelwein, und Obstgärten und Apfelwein als einen Ort des Lernens und Abenteuers zu entdecken.

Wir sind stolz darauf, Mitglieder dieses Verein zu sein, und möchten vor Ort alles tun, um die Werte der Organisation zu fördern.